17:00 - 18:00
Lecture Series: Generative AI between the artistic and creative-industrial milieus: conceptual shifts and semantic drifts - Pei Sze Chow
Biografie
Dr. Pei-Sze Chow ist Assistenzprofessorin für Digitale Kultur und Neue Medien an der Wee Kim Wee School of Communication and Information der Nanyang Technological University, wo sie derzeit zu den sozialen, kulturellen und politischen Auswirkungen von KI-Technologien auf die Arbeit kreativer Fachkräfte in den Kultur- und Kreativindustrien forscht. Sie hat umfangreich zu nationalen und transnationalen Medienkulturen in Europa und Asien publiziert und war zuvor Fakultätsmitglied an der University of Amsterdam und der Aarhus University.
Kurzbeschreibung des Vortrags
„Können generative KI-Tools die menschliche Kreativität ‚steigern‘? Führt der Einsatz von KI-Tools in kreativer Arbeit zu einer Entqualifizierung von Künstlerinnen und Künstlern? Wie verhandeln wir bestehende Vorstellungen von Autorschaft im Kontext KI-gestützter kreativer Arbeit? Ist es unvermeidlich, dass kreative Arbeitende technologische Entwicklungen annehmen und sich an die Potenziale der KI anpassen müssen?“ In diesem Vortrag analysiere ich vier Schlüsselbegriffe, die weiterhin in der kritischen Medienforschung und in der öffentlichen Debatte über die Rolle, die Auswirkungen und die Ethik von KI-Tools in kreativer Arbeit zirkulieren. Wir beginnen mit den Unterschieden und Gemeinsamkeiten zwischen zwei Milieus, in denen Diskurse über KI derzeit stattfinden: „die Kunstwelt“ und „die Kreativindustrien“, die jeweils einen künstlerischen bzw. einen industriellen Ansatz repräsentieren. Erst wenn wir die Grenzen dieser beiden Milieus klar abstecken und nachverfolgen, wie sich die Bedeutungen spezifischer Schlüsselbegriffe in jedem Kontext verschieben, können wir sinnvoll über die Nutzung und die Auswirkungen generativer KI auf die Produktion kreativer Medien kommunizieren und diese kritisch hinterfragen. Dies ermöglicht es uns anschließend, differenziertere Perspektiven zu entwickeln, die sensibel für disziplinäre, institutionelle und konzeptionelle Unterschiede sind, und dadurch neue Formen der Auseinandersetzung zwischen Disziplinen zu aktivieren sowie möglicherweise die Art und Weise zu verändern, wie Forschende die Verflechtungen zwischen generativer KI und Kreativität beobachten, analysieren und Wissen darüber erzeugen.
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